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Pessach - Fest der Befreiung

  • dvogel82
  • 3. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit
Pessach - Rettung durch das Blut des Passa-Lammes
Pessach - Rettung durch das Blut des Passa-Lammes

Das Pessachfest (Passafest) ist eines der wichtigsten jüdischen (biblischen) Feste, das im Frühling sieben Tage lang gefeiert wird. Es wird auch "Fest der ungesäuerten Brote" genannt.

Es erinnert an die Befreiung und den Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei. Zentral ist das Essen von ungesäuertem Brot (Matzen), um an die Eile der Flucht zu erinnern. 


Die wichtigsten Fakten einfach erklärt:

  • Bedeutung: Es ist ein Fest der Befreiung und des Neuanfangs, das die Geschichte des Volkes Israel feiert.

  • Der Name: „Pessach“ bedeutet „verschonen“ oder „vorübergehen“ Gott sandte den Ägyptern zehn Plagen, damit diese sein Volk, die Israeliten, frei lassen sollten. Von den ersten neun Plagen ließ sich der Pharao von Ägypten nicht einschüchtern. Erst die zehnte, grausame Plage sollte seine Meinung ändern: Alle erstgeborenen Menschen und Tiere sollten sterben. Sie sollten durch einen besonderen Engel getötet werden. Lediglich die Israeliten sollten davon verschont bleiben. Dafür mussten sie jedoch ein Lamm (das Passalamm) schlachten und später komplett verspeisen. Mit dem Blut des Tieres sollten sie dann ihre Haustür markieren. So wusste der „Engel des Todes“, an welchen Häusern er vorübergehen sollte.

  • Kein Sauerteig (Chametz): Während des Festes darf nichts gegessen werden, was mit Sauerteig (oder Hefe) hergestellt wurde. In der Bibel symbolisiert Sauerteig oft Sünde, Verderbnis und falsche Lehre, da er als kleiner Anteil den ganzen Teig durchsäuert. Er steht für Bosheit, Heuchelei und sündige Verhaltensweisen, die entfernt werden müssen, ähnlich dem Verbot von Sauerteig während des Passahfestes.  Das Haus wird vor dem Fest gründlich gereinigt, um jeden Krümel von Gesäuertem zu entfernen, dabei hilft die ganze Familie mit. Am Abend vor Pessach versammeln sich oft Familien und Nachbarn um eine Feuerschale und verbrennen das eingesammelte "Chametz".

  • Matzen: Anstelle von normalem Brot isst man während der Pessach-Woche Matzen (flaches, ungesäuertes Brot), da die Israeliten bei ihrer Flucht keine Zeit hatten, den Teig gehen zu lassen.




Diese Matze sieht aus wie der hebräische Buchstabe "Tet". Er ist der neunte Buchstabe im Alphabet, hat den Zahlenwert 9 und symbolisiert das "Gute" (Es ist der Anfangsbuchstabe des Wortes "Tov" = gut). Er steht für die grundlegende Güte Gottes, die in der Schöpfung verborgen ist.




  • Sederabend: Im Judentum beginnt der Tag am Abend vorher mit dem Sonnenuntergang. Zu Beginn der Festwoche wird das Seder-Pessach gefeiert (Seder bedeutet "Fest-Ordnung"), mit einer festlichen Mahlzeit, bei der die Geschichte des Auszugs aus Ägypten in anschaulicher, liturgischer Form erzählt wird.


  • Seder-Platte: Darauf liegen spezielle Speisen, welche die Bitterkeit der Sklaverei (bittere Kräuter), die Tränen der Sklaven (Salzwasser) und die Hoffnung (süße Paste) symbolisieren. Durch das Kosten der verschiedenen Speisen von der Seder-Platte wird die Pessach-Geschichte mit allen Sinnen ganzheitlich erlebt (hören, sehen, riechen, schmecken, spüren).

Sederplatte
Sederplatte

Pessach ist ein Fest, das besonders Familien zusammenbringt und die Geschichte der Befreiung der Israeliten in Erinnerung gerufen und an die nächste Generation weitergegeben wird.


Hier wurden mit den Bewohnern von ADI Jerusalem selber Matzen für Pessach gebacken.

Ein fröhliches Ereignis!


Das Passafest ist auch für Christen von Bedeutung. Es gehört eigentlich mit Ostern zusammen. Als Jude ging Jesus mit seinen Anhängern zum Pessachfest nach Jerusalem. Nach dem Passamahl, an dem er das Abendmahl einsetzt hatte, wurde er verraten, gefangen genommen und getötet. Er opferte sich als Passa-Lamm, um die Menschen aus der Sklaverei der Sünde zu befreien. Am dritten Tag wurde er von den Toten auferweckt. Leider wurde in den ersten Jahrhunderten alles Jüdische aus der christlichen Theologie entfernt und Ostern von Pessach losgelöst. Dadurch ging meiner Meinung nach ein grosser Reichtum verloren.





 
 
 

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