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Einblick bei ADI Negev - Tag 3

  • dvogel82
  • 29. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Heute Morgen stand ich kurz nach Sechs auf, weil ich einen Einsatz im Team der Gärtnerei machern durfte und sie beginnen um 7 Uhr mit der Arbeit, wenn es noch nicht so heiss ist. Die Gärtnerei ist gleichzeitig ein therapeutisches Projekt: "Gärtner ohne Grenzen". Dort arbeiten Menschen mit Behinderungen unter Anleitung eines Teams von Fachleuten zusammen mit Volontären des National Service Programms. Wie in der geschützten Werkstatt "Beit Ha Yozer" (die ich am ersten Tag besucht habe) erhalten die behinderten Angestellten einen kleinen Lohn und werden nach ihren Möglichkeiten im Bereich Gartenbau ausgebildet. Die "Farm", wie sie hier genannt wird, betreibt eine kleine Landwirtschaft mit Gemüse-, Kräuter- und Blumenanbau und das Team ist auch für die Gärtnerarbeiten auf dem gesamten Dorfgelände verantwortlich. Sie leisten grossartige Arbeit, die Grünflächen und Blumenbeete sind gepflegt, einladend und eine Augenweide. Heute Morgen stand Kräuterernte auf dem Programm. In mehreren Gewächshäusern werden Rosmarin, Thymian, Nanaminze und Grünkohl (und mehr) angebaut. Ausserdem gibt es Felder mit Auberginen, Peperoni, Tomaten, Süssmais und Blumen. Die Kräuter werden gewaschen, getrocknet, abgepackt und im Hofladen von ADI und in diversen Bioläden in der Region verkauft. Auch Gemüse (ein Teil wird für die Betriebsküche verwendet) und Blumen werden verkauft.

Bevor es jedoch losging wurde zusammen Kaffee oder Tee getrunken und die anstehenden Arbeiten besprochen und verteilt. Es hat mich sehr beeindruckt, wie die behinderten Mitarbeitenden als vollwertige Teammitglieder behandelt und geschätzt werden. Dementsprechend motiviert und gewissenhaft arbeiteten sie dann auch. Man merkte ihnen den Stolz an, eine sinvolle befriedigende Arbeit machen zu können und "Fachleute" zu sein. Meine Gruppe begann mit der Grünkohlernte (ich bekam eine kurze Einführung, ab welcher Grösse und wo am Stiel die Blätter geschnitten werden sollen), die Volontäre spielten Musik ab und es wurde viel geredet und gelacht. Nach einer Trinkpause ging es weiter mit Thymian und Rosmarinernte, was mir sehr gefiel, da ich den Geruch dieser Kräuter liebe.



Gegen Mittag durfte ich mich einer Gruppe von Spendern aus den USA anschliessen, die eine Führung durchs ADI Dorf bekamen. Wir starteten im integrativen Kindergarten, den Kinder mit und ohne Behinderungen besuchen. Dort fand eine Schavuot (Pfingsten) Feier statt und wir wurden eingeladen an der Trommel-Session teilzunehmen, was laut und lustig war. Ein Gruppenmitglied der Amerikaner ist Musiker und er sang zur allgemeinen Begeisterung mit den Kindern einige Lieder. Die Führung wurde von Elie Klein (dem Leiter für Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und Beziehungsmanagement für USA/Kanda) sehr interessant gestaltet und ich erfuhr einige Dinge über ADI Negev, die ich noch nicht wusste.



Nach der Besichtigung von Reitanlage und Streichelzoo klinkte ich mich aus, da ich die Reha Klinik, die als nächstes auf dem Programm stand, schon besichtigen und sogar dort mithelfen durfte. Hier einige Bilder vom Tierpark, der wunderschön ist.



Ich machte eine kurze Siesta, bevor ich meine Sachen packte und bei Yaakov im Büro einstellte, damit die Wohnung für die nächsten Gäste hergerichtet werden konnte.

Als krönenden Abschluss war ich ab 16 Uhr zu den Schawuot-Parties in den verschiedenen Wohngruppen eingeladen. Bei jeder Wohngruppe fand eine andere Aktivität oder Attraktion statt und es wurden verschiedene Getränke und Milchspeisen angeboten. Eltern, Geschwister und Freunde waren eingeladen und es wurde sehr viel gelacht, getanzt und gesungen. In einer Wohngruppe wurden Haarreifen mit Blumen geschmückt, Wurfspiele fanden statt, es konnte gemalt und Blumen in handgemachte Töpfe und Kistchen gepflanzt werden - eine grosse Fülle und Kreativität. Bei ADI wird gerne und so oft wie möglich gefeiert, was Abwechslung und Freude in den Alltag der Bewohner bringt.



Um 18 Uhr wurde ich vom ADI - Chauffeur im abgeholt und im Minibus zusammen mit anderen ADI - Mitarbeitenden zum Bahnhof Ofakim gefahren. Müde aber das Herz voller Freude und Dankbarkeit reiste ich zurück nach Jerusalem. Ich durfte viele tolle Menschen kennenlernen und bin mehr denn je begeistert von der Arbeit von ADI, die für alle so viel mehr als nur ein Job ist und motiviert mich in der Schweiz für die Unterstützung der ADI - Familie einzusetzen.

 
 
 

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Kontakt:

Schweizer Freundesverein für ADI Israel

Kanalweg 5

CH - 3125 Toffen BE

ch-freunde_adi@hotmail.com

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