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Interview von Februar 2026 mit Dina Rahamim

15. Feb. 2026

Dina war seit den ersten Abklärungen für den Einsatz meine Kontaktperson bei ADI und es hat sich eine Freundschaft entwickelt. Leider verlässt Dina ADI Ende Februar, um sich beruflich neu zu orientieren.
Im Rahmen einer Israelreise genossen Christian und seine Gefährten eine Führung von ihr durch ADI Negev.

Dina mit Tal, der in ADI Jerusalem zuhause ist
Dina mit Tal, der in ADI Jerusalem zuhause ist

Wie lange arbeitest du schon bei ADI und was ist deine Funktion?

Ich arbeite bei ADI seit bereits über 6,5 Jahren im Bereich PR, Marketing und Fundraising. Das bedeutet im Prinzip, dass ich alle Hebel in Bewegung setzen muss, damit ADI im deutschsprachigen Raum bekannter wird und so viele Spenden wie möglich zusammenkommen. Das bedeutet auch, Brücken zu bauen und Beziehungen zu pflegen, auch wenn sie keinen primär monetären Zweck haben, denn ein zentraler Punkt von ADIs Arbeit ist es, Menschen mit Behinderungen in den Vordergrund zu rücken, sowie eine humane Seite von Israel zu präsentieren, die in den Mainstream-Medien fast komplett ignoriert wird.

Was gefällt dir besonders bei deiner Arbeit?

Ich glaube, dass die Frage zwei Aspekte hat; einmal den für mich ganz persönlichen und einen idealistischen. Auf der persönlichen Ebene muss ich sagen, dass ich es mir nicht hätte träumen lassen, einen so vielfältigen Job machen zu dürfen. Kreatives Schreiben, Design, Kommunikation, internationale Beziehungen. Auf der idealistischen Ebene muss ich sagen, dass es schon motivierend ist, bei einem Projekt mitzuarbeiten, das Welten zusammenbringt: Menschen mit und ohne Behinderungen, unterschiedliche Religionen, Nationen und Kulturen. Sich für die einzusetzen, die ohne Unterstützung verloren wären. Sich selbst etwas zurückzustellen, und wenn man da ein bisschen Schnupfen hat, darüber hinwegsehen, weil sie ganz andere Probleme haben. Extra Motivation halt. 

Was findest du herausfordernd in deiner Arbeit?

Ich glaube, dass Menschen heutzutage das dringende Bedürfnis haben, sich irgendwo einzuordnen. Eine eigene Nische zu finden und eine Peergroup zu haben ist toll; blöd ist nur, wenn es zu einem "wir gegen sie" hinausläuft. Als wir in Israel den 7. Oktober und das Nachspiel erleben mussten, haben wir sehr viel Unterstützung erfahren. Keine starke Gegenreaktion - aber die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland ging sehr stark zurück. Taten sprechen lauter als Worte. Ich verstehe, dass manche missinformiert sind. Was ich nicht verstehe, ist, warum Unterstützer zurückhaltender wurden, obwohl ADI Kindern mit schwersten Behinderungen und mit unterschiedlichsten sozioökonomischen Hintergründen hilft, ein qualitativ wertvolles Leben zu führen - in einer wohlgemerkt inklusiven Umgebung. Das Gefühl, wie man's macht, macht man's falsch, ist sehr unangenehm. Deswegen schätzen wir die treuen Unterstützer weltweit umso mehr - denn sie wissen, worauf es wirklich ankommt.​


Gibt es ein Erlebnis, das du nie vergessen wirst?

Ich glaube, dass es viele kleine Erlebnisse gibt, die ich sehr schätze. Meine besten Erfahrungen sind die Bekanntschaften mit Unterstützern von ADI. Menschen, die sich selbstlos für Israel und ADI engagieren. Menschen, die geben, weil sie überzeugt sind, das Richtige zu tun. Menschen, die helfen wollen, weil sie es können. Menschen, die Israel lieben - auch wenn sie nicht jüdisch sind. 

Philanthropie in diesem Ausmaß kannte ich aus meiner eigenen Erfahrung nicht; Menschen zu treffen, die im positiven Sinne so anders sind, und sich dann auch noch mit dem jüdischen Volk verbunden fühlen und über die eigenen Grenzen hinausgehen, um Gutes zu tun - die Treffen mit diesen Menschen sind Erlebnisse, die ich nie vergessen werde.

Kontakt:

Schweizer Freundesverein für ADI Israel

Kanalweg 5

CH - 3125 Toffen BE

ch-freunde_adi@hotmail.com

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