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Interview von September 2026 mit Pnina Cantor

2. Sept. 2026

Ich lernte Pnina in meiner Volontärszeit 2023 als ausserordentlich tiefgründige, ruhige, einfühlsame Person kennen und schätzen. Sie ist sehr zugewandt und möchte die Menschen, mit denen sie es zu tun hat, kennen und verstehen lernen. Sie hat einen feinen Humor und man kann mit ihr herzlich lachen, aber auch ernste, tiefe Gespräche führen. Es beeindruckt mich, wie sie jedes Kind als individuelle Persönlichkeit sieht und ihre therapeutische Arbeit immer auf die ganz eigenen Bedürfnisse des jeweiligen Kindes abstimmt. Als ich im Juni dieses Jahres mit Spendengeldern von schweizer ADI-Freunden neue Bilderbücher für die Tagesstätte kaufte, hat sie mich im Vorfeld beraten.


Wie lange arbeitest du schon bei ADI und was ist deine Funktion?

Ich arbeite seit September 2021 bei ADI und beginne nun mein sechstes Jahr. Ich arbeite als Logopädin in der ADI-Reha-Tagesstätte. Früher war ich auch als Logopädin an der ADI-Schule tätig.


Was gefällt dir besonders bei deiner Arbeit?

Eines der Dinge, die ich an der Arbeit bei ADI am meisten schätze, ist die phantastische Zusammenarbeit und Kooperation unter den Mitarbeitenden. Das ermöglicht es uns, das Kind ganzheitlich kennenzulernen – nicht nur aus der Perspektive unseres eigenen Berufs, sondern indem wir von allen Therapeuten und Lehrerinnen lernen, die mit den Kindern arbeiten. Wir tauschen uns über die Stärken und Herausforderungen jedes Kindes aus, darüber, was funktioniert und was nicht, und gemeinsam können wir uns so ein viel umfassenderes Bild vom Kind machen.


Was findest du besonders herausfordernd in deiner Arbeit?

Eine der größten Herausforderungen meiner Arbeit ist es, mit Eltern zu sprechen und ihnen dabei zu helfen, die Schwierigkeiten und Herausforderungen zu meistern, mit denen ihr Kind konfrontiert ist. Für Eltern kann es sehr schwer sein, zu verarbeiten, dass ihr Kind möglicherweise zusätzliche Unterstützung benötigt, und ihnen in diesem Prozess zur Seite zu stehen, erfordert viel Feingefühl, Geduld und Einfühlungsvermögen.


Gibt es ein Erlebnis, das du nie mehr vergessen wirst?

Eines der Dinge, die ich am meisten liebe, ist, wenn Eltern mir Videos ihrer Kinder von zu Hause schicken. Es gab ein Kind, mit dem ich gearbeitet habe, das extrem wählerisch beim Essen war. Es gab nur sehr wenige Lebensmittel, die er zuhause ass, und wir haben das ganze Jahr damit verbracht, seine Ernährung in der Kindertagesstätte zu erweitern. Am Ende des Jahres schickten mir seine Eltern ein Video, in dem er über all die neuen Lebensmittel sprach, die er probiert hatte. Es war unglaublich zu sehen, wie weit er gekommen war, und zu hören, wie er über seine Erfolge sprach. Diese Fortschritte zu sehen und zu wissen, dass unsere Arbeit sein Leben wirklich verändert hatte, werde ich nie vergessen.


Pnina und ich als Dalmatiner an Purim 2023 - es war nicht abgesprochen, dass wir das gleiche Kostüm trugen.
Pnina und ich als Dalmatiner an Purim 2023 - es war nicht abgesprochen, dass wir das gleiche Kostüm trugen.

Kontakt:

Schweizer Freundesverein für ADI Israel

Kanalweg 5

CH - 3125 Toffen BE

ch-freunde_adi@hotmail.com

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