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Interview von Juli 2026 mit Tamar Aschkenasi

2. Juli 2026

Ich habe Tamar vom ersten Moment an ins Herz geschlossen, als ich sie in "meiner" Gruppe in der Kita kennengelernt habe. Sie ist die Ruhe selbst und unendlich liebevoll und geduldig im Umgang mit den Kindern. Auch als Kollegin ist sie offen, interessiert und zugewandt. Sie ist gerade daran ihren Abschluss in Sonderpädagogik zu machen.

Tamar mit "Jiddy" (Jehuda). Über ihn wird es zu einem späteren Zeitpunkt eine Blog-Reportage geben.
Tamar mit "Jiddy" (Jehuda). Über ihn wird es zu einem späteren Zeitpunkt eine Blog-Reportage geben.

Wie lange arbeitest du schon bei ADI und was ist deine Funktion?

Ich arbeite seit fast einem Jahr bei ADI als Betreuerin in der Rehabilitations-Tagesstätte mit Kindern im Alter von etwa zwei Jahren.


Was gefällt dir besonders bei deiner Arbeit?

Ich liebe meine Arbeit wirklich sehr! Es ist ein grossartiges Gefühl, jeden Morgen aufzuwachen und zu wissen, dass ich das Leben anderer Menschen positiv beeinflusse. Mein Tag beginnt damit, dass ich die Kinder mit einem Lächeln begrüsse, und wenn sie zurücklächeln, macht das meinen Tag augenblicklich besser. Ich liebe es auch zu wissen, dass ich da bin, um kleinen Kindern zu helfen, die noch nicht alles alleine schaffen können - sie dabei zu unterstützen, erfüllt mich mit grosser Zufriedenheit. Ausserdem liebe ich es, ihnen neue Fähigkeiten beizubringen. Wir üben dasselbe immer und immer wieder, und dann schaffen sie es eines Tages plötzlich ganz alleine. Es gibt kein schöneres Gefühl, als das mitzuerleben. Es ist auch erstaunlich zu sehen, wie die Kinder nach und nach Vertrauen fassen und sich bei einem geborgen fühlen. Das gibt mir ein so wunderbares Gefühl, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann.


Was findest du herausfordernd in deiner Arbeit?

Es gibt zwei Dinge, die ich an meiner Arbeit als Herausforderung empfinde. Das Erste und Schwierigste ist, mitanzusehen, wie einige dieser unschuldigen kleinen Kinder, die noch nie etwas falsch gemacht haben, so sehr leiden, und zu wissen, dass es nicht immer eine Möglichkeit gibt, ihnen ihren Schmerz zu nehmen. Die zweite Herausforderung ist, wie anspruchsvoll der Job ist. Man muss immer wachsam sein, bemerken was fehlt, Dinge organisieren, putzen und sicherstellen, dass für alles gesorgt ist. Aber am Ende des Tages ist es das alles wert.


Gibt es ein Erlebnis, dass du nie mehr vergessen wirst?

Jeden Tag gibt es so viele schöne Momente bei der Arbeit. Jedes Mal, wenn ein Kind Fortschritte macht, ist das etwas Besonderes, an das ich mich noch lange erinnern werde. Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde, ereignete sich, als eines der Kinder das Gleichgewicht verlor und kurz davor war, zu fallen. Ich ging zufällig direkt neben ihm und konnte ihn in letzter Sekunde auffangen. Gott sei Dank ist ihm gar nichts passiert.

Kontakt:

Schweizer Freundesverein für ADI Israel

Kanalweg 5

CH - 3125 Toffen BE

ch-freunde_adi@hotmail.com

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